Die Moorbahn im Großen Uchter Moor...

Die Moorbahn, auch Torfbahn oder Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm, gibt es bereits seit Anfang des letzten Jahrhunderts im Bereich des Uchter Moores.

Mit dem Fund der vom NDR als „Moora, das Mädchen aus dem Uchter Moor“ bezeichneten Moorleiche haben die Planungen der Samtgemeinde Uchte enormen Auftrieb gewonnen und die Türen für Zuschüsse der Europäischen Union, des Landes Niedersachsen und anderer Institutionen weit geöffnet, sodass das Projekt „Moorbahn Uchter Moor“ 2006 realisiert werden konnte.

Die Moorbahnfahrten beginnen am Bahnhof der Moorbahn in Essern gegenüber dem ehemaligen Torfwerk. Hier befinden sich auch der Lokschuppen und jeweils in räumlicher Anbindung das Informationszentrum "Tor zum Moor" und das Cafe "Altes Torfwerk", die zum Besuch einladen.

Für die Fahrgäste steht ein entsprechender Fuhrpark mit speziell gebauten, überdachten und gefederten Loren zur Verfügung, die bis zu 24 Personen Platz bieten. Als Zugmaschinen dienen vier liebevoll restaurierte Original-Feldbahnlokomotiven, die früher schon ihren Dienst im Moor taten. Die DIEMA- und SCHÖMA-Loks wurden zwischen 1943 und 1965 in der Diepholzer Maschinenfabrik Fritz Schöttler gebaut. Die 2,5 bis 3,5 t schweren und 7,4 bis 25 KW starken Loks dürfen mit einer Reisegeschwindigkeit von 6 km/h den Rundkurs befahren, sodass eine komplette Rundfahrt ca. drei Stunden dauert.

Der Moorbahnbetrieb wird von ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins "Moorbahn Uchter Moor" durchgeführt.